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Reifenschwung




Während sich im „Wolkentanz“ die vier Kreise drehen, tragen zwei Männer das Faß in die Mitte. Je nach Zahl der Tanzgeber werden ein oder mehrere Schnapsgläser gefüllt und der Reifenschwinger stellt sie in seine beiden Reifen. Er besteigt das Faß und schwingt bis zum Ende des Kontratanzes die beiden Reifen mit den Gläsern so durch die Luft, daß nichts verschüttet wird.


Es folgt eine Laudatio, in der der Reifenschwinger auf den Tanzgeber, lokale Geschichte und besondere Ereignisse eingeht, und am Ende den Tanzgeber mit Musik und Hochrufen der Tänzer hochleben läßt.

Die Reifen waren ursprünglich eiserne Faßreifen, mit denen die „Faßdauben“, die einzelnen Holzteile des Fasses zusammengehalten wurden.

Früher war der Reifenschwung ein eigen-

ständiger Teil, der erst nach Abschluß des Kontratanzes begann. Zwei Männer trugen ein Faß herein, und schlugen zu einer eigenen Melodie („das Koda“) die Faßreifen fest. Danach folgte der Reifenschwung. Allerdings verlängerte sich dadurch die Zeit für einen Tanz erheblich, so daß seit 1964 diese Form nicht mehr ausgeführt wurde.

 

Nach dem Reifenschwung besteigt der Faßkasperl das Faß und geht in Versform auf allerlei lustige Begebenheiten des Tanzgebers ein.